Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft zu Berlin

Beschreibung
Berlin, 02.03.1890, Namens-Anteilschein über 1.000 Mark, später auf einen Inhaber-Anteilschein umgestellt, Littera C
Branche
Kolonial
Zuordnung
Afrika
Land
Deutschland
Rarity Code
8
Letzter Preis
500,00 €

Geschichte

Die DOAG ging aus der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft Karl Peters & Gen. hervor. Sie wurde am 26.02.1887 als Kolonialgesellschaft gegründet. 1889 wurden die ersten eigenen Faktoreien eingerichtet. Bis 1914 hatten sich 14 eigene Faktoreien angesammelt sowie neun Pflanzungen. Es wurde vor allem Sisal, Kaffee, Kautschuk sowie Kokosnüsse exportiert. Lange Zeit war die Gesellschaft noch als DOAG Holding AG börsennotiert. Erst 2002 kam es zur Verschmelzung mit der Vereinigten Deutschen Nickel-Werke AG und der Langbein-Pfanhauser Werke AG zur VDN Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG. Interessant ist die Herkunft der Papiere: Alle bekannten DOAG-Emissionen der Jahre 1890, 1909 und 1913 waren im Besitz von Graf Kessler. Dieser bewohnte ein Schloss in der Nähe von Paris. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs musste er überstürzt das Schloss verlassen. Die Anteilscheine wurden in einem Geheimfach eines Sekretärs versteckt. Kompliment Graf Kessler: Das Versteck blieb mehr als 75 Jahre unentdeckt. Erst Anfang 1991 wurden die Anteilscheine gefunden. Aus diesem Fund dürften auch die einzigen im Markt bekannten DOAG-Papiere der genannten Jahrgänge sein. Denn alle anderen Zertifikate wurden 1925 in neue Stücke eingetauscht.